Playlist-Shuffle mit Gedächtnis
Spotify zieht bei jedem Song neu aus dem Topf, statt den Topf einmal durchzugehen. Deshalb hörst du manche Lieblingssongs dreimal am Abend und andere monatelang nie. TruQueue mischt die Playlist einmal komplett durch und merkt sich über Sitzungen hinweg, wer schon dran war.
Demo 1 · gleiche Playlist, 40 Durchläufe
24 Songs, beide Seiten spielen 40 Stück. Links wird jedes Mal neu gewürfelt, rechts wird die Playlist einmal gemischt und abgearbeitet. Grün heißt einmal gespielt, rot heißt schon wieder, gestrichelt heißt noch offen. Die rechte Wand zeigt den jeweils laufenden Durchlauf, sie leert sich also bei jeder neuen Runde.
Drück auf Abspielen. Beide Seiten bekommen dieselbe Playlist und dieselbe Anzahl Songs.
Wer bei 24 Songs jedes Mal neu würfelt, zieht im Schnitt schon beim siebten Song eine Wiederholung. Das ist dasselbe Prinzip wie beim Geburtstagsparadoxon. Nach 24 Ziehungen sind im Mittel nur rund 15 verschiedene Songs gelaufen, ein gutes Drittel der Playlist bleibt stumm. Gleichzeitig läuft rein statistisch irgendein Song vier- oder fünfmal.
Spotify mischt nicht ganz so naiv, sondern gewichtet nach Geschmack und verteilt Künstler. Am Grundproblem ändert das nichts: Es gibt keine Garantie, dass jeder Song drankommt, bevor der erste wiederholt wird. Genau die Garantie gibt ein Zyklus.
Demo 2 · was bei Unterbrechungen passiert
Der Trick ist nicht das Mischen, das ist eine halbe Seite Code. Der Trick ist das Gedächtnis: Wer schon dran war, steht in einer Datenbank, nicht im Arbeitsspeicher.
Demo 3 · Playlists aus dem Hörverhalten
Dieselbe Bewertungslogik wie im Programm, nur mit einer erfundenen Beispiel-Bibliothek aus 36 Songs. Dreh an den Reglern und sieh zu, wie sich die Trackliste ändert.
Spotify hat 2024 die Audio-Merkmale abgeschaltet, also gibt es keine gemessene Energie, kein Tempo, keine Stimmung mehr. Ein Sprachfeld gab es nie. Beides wird deshalb aus den Genre-Namen abgeleitet: ambient ist ruhig, hardstyle ist laut, german hip hop ist deutsch. Bei Schriftsystemen wie Kana oder Hangul ist die Sprache praktisch sicher, bei englischem gegen schwedischen Pop bleibt sie oft unbekannt.
Loslegen
TruQueue läuft als Kommandozeilen-Programm auf deinem Rechner oder als kleiner Webdienst mit Oberfläche fürs Handy. Du brauchst Spotify Premium und eine eigene App im Developer-Dashboard, weil die API seit 2026 keine Hobby-Apps ohne Premium mehr bedient.
git clone https://github.com/DEIN-NAME/truqueue.git
cd truqueue
pip install -r requirements.txt
cp .env.example .env # Client ID und Secret eintragen
python -m truqueue # Playlist wählen, fertig
python -m truqueue mix --preset entdeckung # Playlist aus dem Hörverhalten
Als Webdienst läuft es hinter einem Cloudflare Tunnel mit Access davor, ohne einen einzigen offenen Port. Die Anleitung dafür liegt im Repository unter DEPLOY.md.